Netzwerk Heilsames Tun
Mongoleireise

Mongoleireise

Reisebericht von Monika und Franz

Endlich sind wir wieder auf heimischem Boden angelangt, d.h auch unsere Seele gewöhnt sich wieder an den Alltag. Es dauerte wirklich einige Zeit für uns, nach dieser wunderbaren, eindrücklichen, abenteuerlichen, auch anstrengenden Reise, wieder in der Schweiz Fuss zu fassen. Wir vermissten natürlich, bei diesem Regenwetter, den alles überspannenden blauen Himmel mit den vielen bizarren, weissen, manchmal auch grauen Wolkenformationen, die ihre Schatten in das weite Grün der Landschaft warfen. Diese Weite und die vielen Schattierungen von Grün bis braun faszinierten uns. Wir bewunderten die mäandrierenden Flüsse, die noch ihren eigenen Weg suchen dürfen. Flüsse, die uns auch Abenteuer bescherten. Davon vielleicht mal mündlich!

Nasan und Naraa, zusammen mit unserem Fahrer Ajiurza, versuchten uns ihre Heimat mit der einzigartigen Natur, näher zu bringen. Mit Umsicht und Geduld versuchte Nasan unsere westlichen (Essens-)Wünschen zu erfüllen. Es lief für uns nicht immer nach unseren verwöhnten, westlichen Vorstellungen ab. Es war für ihn auch nicht immer ganz leicht diese zu erfüllen, besonders als der Staat während dem Naadamfest eine 5 tägige Schliessung der Geschäfte und Arbeitsruhe verordnete und zugleich den Städten frei liess, wann sie das Fest dieses Jahr durchführen wollten. Das gab einen gewissen Druck in verschiedener Hinsicht. Dadurch kam die Besichtigung von Charchorin für mich etwas zu kurz. Das Naadam-Fest neigte sich leider schon dem Ende entgegen als wir in Tzetzerleg ankamen. In einem Ger-Camp liess durch die Staatsverordnung das Essen zu wünschen übrig. Aber eben, wir sind uns gewöhnt, dass der Tourismus funktioniert. Es zeigte uns, dass die Mongolei doch noch einen Tourismus hat, der der Natur nahe ist und noch nicht alles auf Organisation getrimmt ist.

Trotzdem erlebten wir viele Höhepunkte, nicht nur auf den Bergspitzen, die wir zusammen erwanderten, sondern historische Orte, die Fahrt zum Thermalbad war sehr besonders und das Bad selber bot Abwechslung. Die kleine Wüste Gobi liess uns nur erahnen, wie die grosse Wüste sein könnte. Die Besuche bei den zwei Cousins von Nasan bildeten eine Art Höhepunkt für uns. Wir bekamen eindrückliche Einblicke ins Nomadenleben. Und immer wieder die wunderbaren Landschaften….

Naraa war auf den langen Fahrten stets mit Kaffee und Gebäck zur Stelle und verwöhnte uns. Sie war es auch, die die Camps und den Fahrer organisierte. Ein besonderer Dank gehört wirklich auch Ajiurza, der uns mit viel Geschick und Konzentration über die schwierigen, mühsamen Fahrwege, Bäche, Steigungen und Abfahrten führte. Wir waren manchmal froh, wenn wir aussteigen und den Weg zu Fuss bewältigen konnten.

Diesen drei Begleitern ein herzliches Dankeschön! Auch dir Christine herzlichen Dank. Du hast uns Schritt für Schritt auf diese Reise vorbereitet. Ich weiss, es war nicht ganz einfach für dich, da du weder ein Reiseprofi bist, noch ein Reisebüro hast, noch je für eine Gruppe eine Reise organisiert hast. Ich weiss aber, dass du die Mongolei selber besucht hast und begeistert warst von diesem Land. Diese Begeisterung teilen wir nun mit dir.

Netzwerk „Heilsames Tun“
Vordergasse 31/33
8200 Schaffhausen

Ansprechperson
Christine Müller-Plüss
Ärztin und Psychotherapeutin